PASCAL MORCHÉ FLANIERT!

Pascal Morche, Duft, Nagellack

„Also, das war’s nicht...“ - Irgendwas ist immer. Und dann? Wird umgetauscht!

22. August. 2019

„Also, das war’s nicht...“ - Irgendwas ist immer. Und dann? Wird umgetauscht!

Schon mit dem ersten Geschenk zwischen Mann und Frau gab's Ärger. Ein Apfel war's! Das Ergebnis ist bekannt: Rausschmiss aus dem Paradies, Schluss mit lustig, Feigenblatt vor’s Genital und Arbeit bis zum Pensionsalter. Hätte Adam  nur nicht diesen Apfel angenommen und zu allem Überfluss dann auch noch behalten!

Wäre die Sache nämlich genau umgekehrt gelaufen, so lebten wir heute immer noch im Paradies: Eva hätte den Apfel mit Sicherheit umgetauscht. Vielleicht in eine Birne, vielleicht in eine Ananas oder in vier Orangen

Auf jeden Fall: Umgetauscht! Wenn eine Frau einen Apfel bekommt, kann sie sich eben auch gut eine Birne vorstellen – wenn ein Mann einen Apfel bekommt, isst er ihn auf. Nur warum tauschen Frauen so gerne um?

Eine Frau hat Fantasie, Vorstellungskraft; ein Mann eher nicht. Beispiel? Wenn eine Frau sich etwas kauft, dann stellt sie sich auch etwas vor: Zum Beispiel, wie sie später darin aussieht. Wie sie mit dem Parfum duftet, wie hübsch diese Schuhe zu einem bestimmten Kleid passen werden, oder diese Stiefel zu jener Hose... Wenn ein Mann sich etwas kauft, dann stellt er sich nichts vor.

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Aber, warum wird überaus oft die Welt aus Wille und Vorstellung bei der Frau so herb enttäuscht, dass sie das Objekt einstiger Begierde umtauschen muss? Das Kleid sieht plötzlich schrecklich aus! Die Schuhe passen nicht! Die Stiefel zu der Hose, ordinär! Und das Parfüm ist natürlich auch das falsche. Die Frage ist nur: Warum muss das so sein? 

Die Frau ist unzufrieden, wo der Mann mehr als Fünfe gerade sein lässt. Sie strebt nach Perfektion, er eben nicht. Und sucht ein Mann ein Geschenk für seine Angebetete, dann läuft's oft so ab: Kommt ein Mann in einen Laden und will für seine Frau Dessous kaufen. Fragt die Verkäuferin "welche Körbchengröße?", sagt der Mann "egal". "Und welche Farbe?"; der Mann sagt "egal.""Eher mit Spitzen oder sportlich"? "Egal". Nachdem er fünfmal "egal" geantwortet hat, fügt er beim sechsten Mal hinzu "wird sowieso umgetauscht." Selbst als wir Verlobungsringe ausgesucht haben, hiess es hinterher: "Nein Schatz,  nicht Weißgold; Gold! Ich tausche sie um.“ Jedes Jahr an Geburtstagen, Hochzeitstagen und Heilig Abend das gleiche Spiel: nach der Bescherung ist vor der Bescherung.