HELGA FIALA INSPIRIERT!

Körperpflege, Helga Fiala

Genusslabor

18. Februar. 2019

Genusslabor

Gesicht, Haare, Arme, Dekolleté, der ganze Körper kann Versuchslandschaft für Testreihen unterschiedlichster Kosmetikprodukte sein. Ich selbst experimentiere mit Hornhautcreme an den Ellbogen ebenso lustvoll wie mit Arganöl an den Haarspitzen, und mit dünnflüssigstem Hyaluronsäure-Serum ebenso neugierig wie mit schäumendem Tonikum gegen schlaffe Oberarme.

Ich möchte Ihnen die Welt der Kosmetik näherbringen. Eine Welt, in der sich Wünsche und Träume mit Forschung und Entwicklung auf Nobelpreis-Niveau treffen – und das durchaus mit sinnlich-effizientem Erfolg.

Nun denkt man vielleicht, Genuss und Labor – das widerspricht sich doch? Während Genuss vor allem Wärme, Sinnlichkeit und Erotik, also Emotionales suggeriert, denkt man bei dem Wort Labor an etwas Kaltes, Sachliches, Nüchternes, also etwas recht Rationales.

Unser Empfinden ist das verbindende Element zwischen Warm und Kalt, zwischen Textur und Wirkung, zwischen Sachlichkeit und Sinnlichkeit. Das gilt für Hautpflegeprodukte ebenso wie für Makeup. Wenn eine Foundation über die Gesichtshaut gleitet, wenn der hauchzarte Farbstoff sichtbar unsichtbar wird und wenn unter den Fingern, dem Pinsel, dem Schwämmchen ein ebenmäßiger Teint erscheint – dann ist das ganz großes Kino! Und der gezeigte Film handelt von optischem und haptischem Genuss, der ohne wissenschaftliche Vorleistung nicht möglich wäre!

Sinnlichkeit gepaart mit wissenschaftlicher Effizienz versteckt sich in jedem Cremetiegel, in jeder Tube. Linien und Falten werden mittels zartschmelzender Texturen korrigiert, hochwirksame Inhaltstoffe gelangen unter kühlenden Masken auf unsere Haut – ohne hochkomplexe Forschungsarbeit in universitären ebenso wie in unternehmenseigenen Labors wäre dies alles nicht möglich.

Natürlich erwarten wir stimmungsvollen Genuss auch von Düften, von Parfums. Oft dauert es eine Weile, bis wir den richtigen Duft gefunden haben, jenen, der eins wird mit unserer Persönlichkeit. Das Parfum, das „zu einem selbst“ gehört, wie die eigene Signatur. Auch das nenne ich eine Labor-Erfahrung. Es ist das liebevolle Experimentieren und Ausprobieren mit olfaktorischen Kleidern, bis wir das „Eine“ finden, das passt. Bis endlich dieses eine, glücklich machende Elixier entdeckt wird, das die Persönlichkeit unterstreicht, weil es Teil der Persönlichkeit ist!

Auch French Manicure – derzeit wieder extrem aktuell – ist sicher mehr als nur die Umsetzung unserer ganz persönlichen Forschungsarbeit im Genuss-Labor, das Badezimmer heißt. Sensibles Feilen, sinnliches Polieren, deliziöse Farbwahl aus kühlen Glasflakons, dezent-strenger Geruch und sachlich-exakte Pinselführung vollenden unser sinnenfrohes Kunst-„Hand“-Werk.

Unbedingt erwähnen möchte ich auch das elegante Klicken der Lippenstift-Hülse, das sanfte Plopp beim Schließen der Puderdose, das zarte Einrasten eines Cremetiegel-Deckels oder den typischen Klang des Metallverschlusses auf dem Parfumflakon – das sind alles hörbare Genussmomente. Auch an diesem akustischen Vergnügen als Ausdruck des kleinen individuellen Luxus können wir uns als Ergebnis vieler Studien und langer Forschungsarbeit in unserem  ganz persönlichen Beauty-Genusslabor erfreuen.

<< vorherige Inspiration nächste Inspiration >>