PASCAL MORCHÉ FLANIERT!

Pascal Morche, Hautpflege

Platsch! Splash! Brrrr...

22. Juli. 2019

Platsch! Splash! Brrrr...

Immer zu kalt, immer zu nass! 

Frauen und Wasser. Passen die Elemente?

Ich behaupte, Frauen sind von Natur aus wasserscheu. Wir Männer wissen das und lassen ihnen bei Schiffsuntergängen den Vortritt beim Besteigen des Rettungsbootes. Gewiss, es gibt Ausnahmen: Sport- Schwimmerinnen oder Wasserballettmädels. Es gibt auch noch Meerjungfrauen, Rheintöchter, Wassernixen. Diese weiblichen Extremwesen mit Fischschwanz bleiben Ausnahmen und bestätigen mir nur die Regel: Frauen haben zum Wasser nur dann einen Bezug, wenn es sich bei dem H2O um stilles Mineralwasser, Fruchtwasser oder um das plätschernde Nass in einem SPA handelt. Diese drei Buchstaben für Sanitas Per Aquam – „Wohlbefinden durch Wasser“ macht in jedem Fall glücklich.

Paradox: Obwohl Frauen wahrscheinlich wasserscheu sind, haben sie eine unglaubliche Angst davor, auszutrocknen. Es dreht sich bei fast allen ihren Kosmetikartikeln um „Feuchtigkeit für die Haut“ und auf jedem Cremetöpfchen steht „Hydro“ drauf. Klicken Sie nur mal Feuchtigkeitscremes im ALINA Beauty Shop! Da gibt’s die tollsten Sachen gegen trockene Haut.

Schon als kleine Buben planschten Männer lieber als die Mädchen. Wir stellten Rekorde im Luftanhalten beim Tauchen auf, während die Mädchen jammerten, dass sie Wasser in die Ohren bekommen. Wir vollführten Hechtsprünge (mindestens vom Dreier), oder (vulgo) Arschbomben (mindestens vom Fünfer), während die Mädchen höchstens vom Beckenrand sprangen. Dabei gelang es ihnen zu kichern „und“ sich die Nase zuzuhalten. Wenn es eben um „richtige“ Fluten geht, um Seen, Meere, Flüsse, Schwimmbäder, dann erlebt man häufig die wahre Wasserphobie der Frau. Meist liegen Frauen auf ihrem Badetuch. Von ihrem schönen Körper halten sie ab und zu ihre wohllackierten Zehennägel in die Fluten – und dann ziehen sie sich sehr bald wieder auf ihr Badetuch zurück.

Wer will diese meine Beobachtungen bestreiten? Frauen haben auch immer perfekte Ausreden: Das Wasser ist zu kalt, zu warm, zu bewegt, zu viele Algen hier, zu viele Seeigel dort, zu viele Strudel – und sowieso ist Wasser viel zu nass. Frauen machen lieber Wellness statt Wellnass.

Gibt’s dafür eine Erklärung? Vielleicht diese: Zum einen würde die Sonnencreme schon wieder abgespült. Außerdem sieht beim Schwimmen niemand den neuen Bikini oder tollen Badeanzug. Denn im Wasser sind alle  Menschen irgendwie gleich. Nur der Kopf schaut raus. Für weibliche Eitelkeit ist das kein Zustand. Von Rembrandts badender Hendrickje bis zu Ursula Andress entfaltet sich die Wirkung einer Frau immer erst außerhalb des Wassers. Oder kennt jemand Fotos von der schwimmenden Pamela Anderson? Auch „Baywatch“ war für Pam in erster Linie ein trockener Dreh.

Wahrscheinlich sind auch einige Männer wasserscheu. Aber unser Imponiergehabe lässt uns in kalte Fluten springen. Das führt zu einem guten Witz, den Frauen über Männer machen: Was sagt ein Mann, der bis zum Bauchnabel im Wasser steht? Das geht über meinen Verstand.